Rezension: Katie Marsh “Die Liebe ist ein schlechter Verlierer”

Katie Marsh greift in “Die Liebe ist ein schlechter Verlierer” ein Thema auf, das jeden unerwartet treffen kann. Es geht um einen Schlaganfall und das Leben danach. Besonders schlimm trifft es in diesem Fall Hannah. Nachdem sie wieder und wieder ihren großen Traum wegen ihres Mannes zurückgestellt hat und ihre Ehe sehr schlecht geworden ist, will sie ihren Mann verlassen. Sie hat genug von seinen Spitzen und Gemeinheiten und will nicht immer nur in der zweiten Reihe hinter seinem Job existieren. Heute will sie ihm sagen, dass sie endlich als Lehrerin in einem Land arbeiten will, wo die Kinder bedürftig sind und sie ihnen helfen kann. Aber Tom liegt schon schlafend im Bett. Als er in der Nacht einen Schlaganfall erleidet, kann Hannah nicht gehen. Es gab doch auch gute Zeiten, und Tom braucht sie. In Rückblenden  erlebt der Leser, wie die Beziehung von Hannah und Tom begann und letztlich zu dem Punkt kam, an dem die Geschichte startet. Tom kann nur in ganz kleinen Schritten wieder gesund werden, und trotz allem ist Hannah an seiner Seite. Auch mit Toms Schwester gibt es Probleme, weil sie sich von Tom im Stich gelassen fühlte und nun schwanger völlig überfordert ist. Kann Hannah das durchstehen?

Sehr sensibel erzählt Katie Marsh die Geschichte von Hannah und Tom. Sie hat selbst durch ihre Arbeit im Gesundheitswesen viel Erfahrung mit Schlaganfallpatienten. Daher ist ihre emotionale Geschichte real und gar nicht so weit weg. Jeden könnte es treffen. Das macht nachdenklich und vielleicht wieder etwas sensibler für das, was in einer Beziehung wichtig ist. Zu oft stellt der Alltag alles andere in den Schatten. Dieses Buch ist auf jeden Fall lesenswert.

 Wir danken Sonja Hennig für diese Rezension!

 

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