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Empfindsamkeit in Darmstadt

   
   
In Darmstadt finden sich einige Spuren der Deutschen Empfindsamkeit. Der Darmstädter Kreis, eine Freundesrunde um den Schriftsteller und Herausgeber Johann Heinrich Merck, dem neben Goethe, Herder, Klopstock und Caroline Flachsland (genannt Psyche) viele weitere bedeutende Literaten dieser Epoche angehörten, formte diese literarische Strömung. Im Herrengarten ist in Erinnerung an diesen Kreis  (siehe Wikipedia-Artikel unten) ein Denkmal installiert worden.

Wikipedia zur Deutschen Empfindsamkeit:
Der Musiker und Verleger Johann Christoph Bode übersetzte Laurence Sternes Roman A Sentimental Journey Through France and Italy unter dem Titel Yoriks empfindsame Reise 1768 ins Deutsche und hatte damit großen Erfolg. Das Wort „empfindsam“ war ein Neologismus, zu dem Gotthold Ephraim Lessing geraten hatte und der in der Folge auf die ganze Epoche übertragen wurde.Deutsche Dichter, die der Empfindsamkeit nahestehen, waren Friedrich Gottlieb Klopstock (1724–1803), Christian Fürchtegott Gellert (1715–1769) und Sophie von La Roche (1730–1807), die erste Autorin eines Briefromans in deutscher Sprache. Johann Timotheus Hermes hat mit seinem Roman Sophiens Reise von Memel nach Sachsen ein erfolgreiches Werk dieser Literaturepoche verfasst. Der Einfluss der Empfindsamkeit zeigt sich noch in Goethes Jugendwerk Die Leiden des jungen Werthers (1774), einem Hauptwerk des Sturm und Drang. Der Roman ist der literarische Höhepunkt des „Zeitalter[s] der Empfindsamkeit“ (Renate Krüger) und der Beginn ihres Rückganges als Kunstepoche (Goethe in „Dichtung und Wahrheit“). [wikipedia]

Und nochmals wikipedia zum Darmstädter Kreis:

Zu seinen festen Mitgliedern gehörten Johann Gottfried Herder, Johann Wolfgang von Goethe (genannt Der Wanderer oder Der Pilger), Franz Michael Leuchsenring, Herders Braut Caroline Flachsland (genannt Psyche) und die Hofdamen Henriette Alexandrine von Roussillon (genannt Urania) und Luise von Ziegler (genannt Lila). Weiterhin waren dem Darmstädter Kreis viele literarische Größen der damaligen Zeit freundschaftlich verbunden, so Friedrich Gottlieb Klopstock, Christoph Martin Wieland, Johann Wilhelm Ludwig Gleim, Sophie von La Roche, die Brüder Friedrich Heinrich und Johann Georg Jacobi, Johann Caspar Lavater und die künstlerisch interessierte Karoline Landgräfin von Hessen-Darmstadt, die den Kreis unterstützte. [wikipedia]

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Darmst%C3%A4dter_Kreis

“Die Blutschule” – Rezension

“Die Blutschule” von Max Rhode ist ein wirklicher Horror-Thriller, der auch nach dem Lesen noch einen eiskalten Schauder beim Leser zurück lässt. Die Geschichte ist blutig und brutal, und der Autor scheut nicht davor zurück, ins Detail zu gehen. Wer solche Bücher mag, ist hier richtig.

Ein Patient der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie erzählt seine Geschichte in einem Patiententagebuch, aber er denkt, dass niemand ihm glauben wird, was er mit dreizehn Jahren erleben musste: Simon zieht mit seinen Eltern und seinem älteren Bruder Mark aus Berlin um in ein kleines Dorf in Brandenburg. Schlimm genug, dass sie jetzt in der Provinz leben. Aber dann warnt sie ein Polizist noch direkt vor einem in der Nachbarschaft lebenden Pädophilen, und der Anführer einer Bande von Jugendlichen will Simon von seiner Freundin Sandy fernhalten. Das alles ist kein guter Start, aber es kommt noch schlimmer. Es soll einen Seelenspiegel geben, der die Menschen in ihr Gegenteil verwandelt, von gut in böse und umgekehrt. Mark und Simon glauben nicht daran, bis ihr Vater sich plötzlich völlig verändert und sie das Grauen kennenlernen…

Wir danken Sonja Hennig für diese Rezension!daz4ed

“Mein Herz wird dich finden” – Rezension

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Jessi Kirby erzählt in ihrem Roman “Mein Herz wird Dich finden” die herzergreifende Geschichte von Mia. Sie verliert kurz vor dem Schulabschluss ihren Freund Jacob. Er kommt bei einem Autounfall ums Leben, und alles erscheint ihr nur noch sinnlos. Mia weiß nicht, was sie nun mit ihrem Leben anfangen soll. Jacob war Organspender, und Mia hat fast alle Organempfänger getroffen, die nun dank Jacob ein neues, besseres Leben haben. Nur ein Mensch fehlt – Noah, der Jacobs Herz bekommen hat. Trotz ihrer dringender Bitte in einem Brief an ihn bekam sie nicht mal eine Antwort. Wie besessen hat Mia im Internet recherchiert, bis sie den anonymen Organspender, der trotz des weitergeleiteten Briefes keinen Kontakt wollte, gefunden hat. Noah’s Schwester hatte mit Fotos über die OP ihres Bruders gepostet. Eigentlich will Mia nur einen Blick auf Noah werfen und dann unerkannt verschwinden. Aber es kommt alles anders.Als Noah in ihr starke Gefühle erweckt, flieht Mia vor ihm und verletzt sich. Natürlich ist es Noah, der ihr hilft und sie unbedingt wieder sehen will. Mia und Noah verlieben sich ineinander – endlich hat das Leben wieder einen Sinn. Doch was passiert, wenn Noah erfährt, dass Mia ihn gegen seinen Willen aufgestöbert hat, und es ihm dann nicht mal gesagt hat, wer sie ist? Hat dieses junge Glück trotzdem eine Zukunft?

Sehr einfühlsam schildert die Autorin Mias Gefühle, ihre Verwirrung, ihre Schuldgefühle gegenüber Jacob und Noah. Das nicht ganz leichte Thema Organspende wird hier auch beleuchtet. Noah kämpft damit, dass jemand anderer ums Leben kommen musste, damit er weiterleben konnte. Aber der Leser sieht auch, wie vielen Menschen damit geholfen werden konnte, dass Jacob seine Organe gespendet hat. Und dazwischen ist Mia, die es zerreißt, weil sie auf der einen Seite Jacob loslassen muss, aber Noah nicht verlieren will. Dabei hat sie doch ein Recht auf ein neues Glück mit einem anderen Partner. Aber sie denkt, dass sie das wegen ihrer Lüge verlieren wird.

Dieses Buch ist sehr emotional und was ganz besonderes. Daher möchte ich es denen ans Herz legen, die solche Bücher, die tief berühren, gern lesen.

Wir danken Sonja Hennig für diese Rezension!