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Neu im Regal – März 2016

Benjamin von Stuckrad-Barre Panikherz

Abschied von der Nacht: Benjamin von Stuckrad-Barres Comeback.
Er wollte genau da rein: zu den Helden, in die rauschhaften Nächte – dahin, wo die Musik spielt. Erst hinter und dann auf die Bühne. Unglaublich schnell kam er an, stürzte sich hinein und ging darin fast verloren. Udo Lindenbergs rebellische Märchenlieder prägten und verführten ihn, doch Udo selbst wird Freund und später Retter. Benjamin von Stuckrad-Barre erzählt eine Geschichte, wie man sie sich nicht ausdenken kann: Er wollte den Rockstar-Taumel und das Rockstar-Leben, bekam beides und folgerichtig auch den Rockstar-Absturz. Früher Ruhm, Realitätsverlust, Drogenabhängigkeit. Und nun eine Selbstfindung am dafür unwahrscheinlichsten Ort – im mythenumrankten »Chateau Marmont« in Hollywood, in das ihn Udo führte. Was als Rückzug und Klausur geplant war, erweist sich als Rückkehr ins Schreiben und in ein Leben als Roman. Drumherum tobt der Rausch, der Erzähler bleibt diesmal nüchtern. Schreibend erinnert er sich an seine Träume und Helden – und trifft viele von ihnen wieder. Mit Bret Easton Ellis inspiziert er einen Duschvorhang, er begegnet Westernhagen beim Arzt und Courtney Love in der Raucherecke und geht mit Thomas Gottschalk zum Konzert von Brian Wilson. Andere sind tot und werden doch gegenwärtig, Kurt Cobain, Helmut Dietl.

Stuckrad-Barre erzählt mit seiner eigenen Geschichte zugleich die Geschichte der Popkultur der letzten 20 Jahre. »Panikherz« ist eine Reise in die Nacht, eine Suche nach Wahrheit, eine Rückkehr aus dem Nebel.

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Sébastien Perez Kleine Katzenkunde

Benjamin Lacombes Vorliebe fu¿r Hunde ist weithin bekannt, doch auch Katzen zählen zu seinen Lieblingen. In diesem charmanten Buch werden die typischen Charaktere einzelner Katzenarten aufs Korn genommen und in pointierten Bildern dargestellt. Dazu kommen die herrlichen Texte von Sébastien Perez, die die einzelnen Katzen treffsicher und voll frechem Humor beschreiben.
Wir alle wissen, wie meinungsstark – oder sollten wir nicht eher sagen: wie dickköpfig – diese Kreaturen sein können, die uns so sehr ans Herz gewachsen sind. Welche Obsessionen sie haben, wie neugierig sie sind … Und so ist dieses Buch ein Muss – fu¿r alle KatzenliebhaberInnen und natu¿rlich fu¿r alle Lacombe-Fans.
Und am Ende des Buches gibt es sogar noch ein kleines Katzenglossar.

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Jens Rosteck Brel

Ein knappes Jahrzehnt bevor Leonard Cohen und Bob Dylan sich aufmachten, die Welt zu erobern, betrat ein nicht mehr ganz junger Belgier mit demselben Ziel die Bühnen von Paris: ein schlaksiger Barde namens Jacques Brel. Bald lag die Welt des Chansons dem beeindruckenden Sänger mit der expressiven Mimik zu Füßen. Brel bezirzte das Publikum durch seine Darbietung und sein Repertoire, in dem er neben seltenen Ausflügen in die Melancholie raue MatrosenRomantik zelebrierte, sich über Spießer mokierte oder zarte Worte
für das Altern und die Zerbrechlichkeit der Liebe fand. 1967, auf dem Höhepunkt seines Ruhmes, beendete er völlig unerwartet seine Bühnenkarriere.
Als habe er geahnt, wie wenig Zeit ihm noch blieb, frönte er jenseits des Rampenlichts umso exzessiver seinen Leidenschaften: den Frauen, dem Filme machen, dem Fliegen und dem Segeln. Seine monatelangen Segeltouren führten Brel schließlich ans Ende der Welt: nach Polynesien. Hier lebte er gemeinsam mit seiner letzten Gefährtin Maddly Bamy, verdingte sich als fliegender Briefträger und schien endlich angekommen. – Bis er, mit nur 49 Jahren viel zu früh, auf ,seiner’ Insel Hiva Oa die letzte Ruhe fand.
Mit großer Kennerschaft und Einfühlung nähert sich der Musikwissenschaftler und Frankreich-Spezialist Jens Rosteck dem facettenreichen Leben und Schaffen des Ausnahmekünstlers Jacques Brel. Er beleuchtet den oft widersprüchlichen, umtriebigen Charakter des großen Zweiflers, liefert feinsinnige Interpretationen einiger ausgewählter Chansons und erweckt auf gewohnt intelligente und kurzweilige Weise Musikgeschichte zum Leben.

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Christian Adam Der Traum vom Jahre Null

Der Kampf um Bücher und Bewusstsein
Christian Adam sondiert ein hart umstrittenes Terrain: den Buchmarkt der Nachkriegszeit in Ost und West.
Der Kampf um Bücher und Bewusstsein – Christian Adam sondiert ein hart umstrittenes Terrain: den Buchmarkt der Nachkriegszeit in Ost und West.
Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende, die Deutschen vernichtend geschlagen. In den Köpfen der Bevölkerung herrscht Orientierungslosigkeit – und die Besatzer in Ost und West erkennen schnell: mit Zeitungen und Büchern kann man das Bewusstsein der Bevölkerung wirksam beeinflussen. Schnell werden die Bibliotheken von der alten Naziliteratur befreit, Drucklizenzen vergeben und Strukturen neu aufgebaut. Man will den radikalen Neuanfang, träumt von der Stunde Null. Doch mit dem Kalten Krieg werden Bücher und Autoren zunehmend zum Zankapfel der Systeme; Verlage werden von Parteien und Geheimdiensten finanziert, Bücher zu ideologischen Waffen.
Christian Adam untersucht die Mentalitätslage der Deutschen anhand der Bestseller in Ost und West und hat dabei eine Unmenge spannender Geschichten zu erzählen; u. a. von dem DDR-Verleger Günter Hofé, der wegen Spionageverdachts auf dem Weg zur Frankfurter Buchmesse verhaftet wurde; von Lothar Blanvalet, der keinen »Aufstieg aus dem Nichts« hingelegt, sondern noch 1944 humorige Werke für Wehrmachtssoldaten verlegt hatte; von Harry Thürk, dem »Konsalik des Ostens«, der angesichts deutscher Kriegsverbrechen klare Worte fand – ganz im Gegensatz zu seinem Westkollegen Hans Hellmut Kirst, der in millionenfach gelesenen Romanen die Geschehnisse verharmloste; von verlagsfördernden Geheimdiensten, Buchverbotslisten und gar von Bücherverbrennungen.

Der Traum vom Jahre Null? Christian Adam lässt ihn platzen! Seine genau recherchierten Geschichten um Autoren, Bücher, Bestseller und Leser in der Nachkriegszeit führen uns die deutsch-deutsche Nachkriegsgesellschaft und ihren Umgang mit Erblast und Visionen so klar vor Augen wie selten zuvor.

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Empfindsamkeit in Darmstadt

   
   
In Darmstadt finden sich einige Spuren der Deutschen Empfindsamkeit. Der Darmstädter Kreis, eine Freundesrunde um den Schriftsteller und Herausgeber Johann Heinrich Merck, dem neben Goethe, Herder, Klopstock und Caroline Flachsland (genannt Psyche) viele weitere bedeutende Literaten dieser Epoche angehörten, formte diese literarische Strömung. Im Herrengarten ist in Erinnerung an diesen Kreis  (siehe Wikipedia-Artikel unten) ein Denkmal installiert worden.

Wikipedia zur Deutschen Empfindsamkeit:
Der Musiker und Verleger Johann Christoph Bode übersetzte Laurence Sternes Roman A Sentimental Journey Through France and Italy unter dem Titel Yoriks empfindsame Reise 1768 ins Deutsche und hatte damit großen Erfolg. Das Wort „empfindsam“ war ein Neologismus, zu dem Gotthold Ephraim Lessing geraten hatte und der in der Folge auf die ganze Epoche übertragen wurde.Deutsche Dichter, die der Empfindsamkeit nahestehen, waren Friedrich Gottlieb Klopstock (1724–1803), Christian Fürchtegott Gellert (1715–1769) und Sophie von La Roche (1730–1807), die erste Autorin eines Briefromans in deutscher Sprache. Johann Timotheus Hermes hat mit seinem Roman Sophiens Reise von Memel nach Sachsen ein erfolgreiches Werk dieser Literaturepoche verfasst. Der Einfluss der Empfindsamkeit zeigt sich noch in Goethes Jugendwerk Die Leiden des jungen Werthers (1774), einem Hauptwerk des Sturm und Drang. Der Roman ist der literarische Höhepunkt des „Zeitalter[s] der Empfindsamkeit“ (Renate Krüger) und der Beginn ihres Rückganges als Kunstepoche (Goethe in „Dichtung und Wahrheit“). [wikipedia]

Und nochmals wikipedia zum Darmstädter Kreis:

Zu seinen festen Mitgliedern gehörten Johann Gottfried Herder, Johann Wolfgang von Goethe (genannt Der Wanderer oder Der Pilger), Franz Michael Leuchsenring, Herders Braut Caroline Flachsland (genannt Psyche) und die Hofdamen Henriette Alexandrine von Roussillon (genannt Urania) und Luise von Ziegler (genannt Lila). Weiterhin waren dem Darmstädter Kreis viele literarische Größen der damaligen Zeit freundschaftlich verbunden, so Friedrich Gottlieb Klopstock, Christoph Martin Wieland, Johann Wilhelm Ludwig Gleim, Sophie von La Roche, die Brüder Friedrich Heinrich und Johann Georg Jacobi, Johann Caspar Lavater und die künstlerisch interessierte Karoline Landgräfin von Hessen-Darmstadt, die den Kreis unterstützte. [wikipedia]

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Darmst%C3%A4dter_Kreis

“Die Blutschule” – Rezension

“Die Blutschule” von Max Rhode ist ein wirklicher Horror-Thriller, der auch nach dem Lesen noch einen eiskalten Schauder beim Leser zurück lässt. Die Geschichte ist blutig und brutal, und der Autor scheut nicht davor zurück, ins Detail zu gehen. Wer solche Bücher mag, ist hier richtig.

Ein Patient der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie erzählt seine Geschichte in einem Patiententagebuch, aber er denkt, dass niemand ihm glauben wird, was er mit dreizehn Jahren erleben musste: Simon zieht mit seinen Eltern und seinem älteren Bruder Mark aus Berlin um in ein kleines Dorf in Brandenburg. Schlimm genug, dass sie jetzt in der Provinz leben. Aber dann warnt sie ein Polizist noch direkt vor einem in der Nachbarschaft lebenden Pädophilen, und der Anführer einer Bande von Jugendlichen will Simon von seiner Freundin Sandy fernhalten. Das alles ist kein guter Start, aber es kommt noch schlimmer. Es soll einen Seelenspiegel geben, der die Menschen in ihr Gegenteil verwandelt, von gut in böse und umgekehrt. Mark und Simon glauben nicht daran, bis ihr Vater sich plötzlich völlig verändert und sie das Grauen kennenlernen…

Wir danken Sonja Hennig für diese Rezension!daz4ed