Liv empfiehlt: Emily Gunnis “Das Haus der Verlassenen”

Das Buch “Das Haus der Verlassenen” beginnt damit, dass die Protagonistin Sam Briefe bei ihrer Großmutter findet, in denen es um das ehemalige Mutter-Kind-Heim ‘St. Magarets’ geht. Zeitgleich wird in den Nachrichten noch einmal über den Tod des damaligen Pfarrers, welcher vor ein paar Jahren in dem leerstehenden Gebäude gestorben ist, berichtet.  Sam sieht eine Verbindung zwischen den Briefen und dem Tod des Pfarrers und hofft daraus eine gute Story schreiben zu können. Doch zum einen sitzen ihr die paar Tage, bis das alte Gebäude abgerissen werden soll und zum anderen sitzt ihr der eigene Chef im Nacken.

Das Buch wechselt immer wieder die Perspektiven. In einem Kapitel liest man über Sam, die in der Gegenwart allem auf den Grund geht. In einem anderen wird man zurück in die Zeit des Mutter-Kind-Heims versetzt und erfährt aus der Sicht von Ivy, einer Mutter, die dort gegen ihren Willen war, wie schlimm es in dem Heim zu gegangen ist. Aber auch die Frage, wie zum Beispiel der Pfarrer gestorben ist, wird in einem eigenen Kapitel aus seiner Sicht erzählt. Es kommen immer mehr wichtige Charaktere hinzu. Die verschiedenen Sichten setzen sich mit der Zeit zu einem großen Puzzle zusammen und offenbaren bis zum Ende immer mehr Geheimnisse, die mit diesem Heim zu tun haben.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, vor allem weil die Perspektivenwechsel alles noch spannender gemacht haben. Durch die vielen Informationen hat man sich schon selbst eine Geschichte zurecht gelegt und gegrübelt. Doch oftmals wurde diese dann wieder über den Haufen geworfen, weil es anders kam.

Für mich war das Ende etwas Besonderes, weil dort die vorher aufgebaute Spannung ihren Höhepunkt erreicht. Das einzige, was ich auszusetzen hätte, ist, dass die Vergangenheit schon sehr früh aufgeklärt wird und das Ende des Buches nur noch aus der Gegenwart besteht. Trotzdem liest man durch immer wiederkehrende Momente, die Nervenkitzel auslösen, weiter. Die Momente ziehen sich zudem auch durch das ganze Buch.

Wir danken LIV für diese Rezension!

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