hr-iNFO Büchercheck: Roman Voosen/ Kerstin Signe Danielsson „Der unerbittliche Gegner“

Das deutsch-schwedische Autorenduo Roman Voosen und Kerstin Signe Danielsson hat ihren fünften Krimi veröffentlicht mit dem Titel „Der unerbittliche Gegner“.
hr-iNFO Büchercheckerin Karin Trappe hat den Krimi gelesen.

Worum geht es?

An einem Eisloch in einem See sind acht abgehackte Frauenfinger gefunden worden – Taucher entdecken die dazugehörige Leiche kurz darauf unter der Eisdecke. Nyström und ihr Team sammeln Fakten über die Tote, sprechen mit Freunden und Angehörigen. Bald gibt es schon den nächsten Toten: ein Familienvater ist beim Mountainbike-Fahren mit Hilfe eines zwischen den Bäumen gespannten Drahtseils brutal ermordet worden. Die Anspannung im Kommissariat steigt – Spuren im Schnee deuten darauf hin, dass es in beiden Fällen derselbe Täter war. Wo aber ist die Verbindung? Parallel dazu wird die Geschichte eines Jungen aus dem Kongo erzählt. Mulopos Dorf wird von Rebellen überfallen, die Bewohner abgeschlachtet, Mulopo wird von den Milizen zum Kindersoldaten ausgebildet.

Wie ist es geschrieben?

„Der unerbittliche Gegner“ ist ein überaus fesselnder und raffiniert konstruierter Krimi in klarer, ausdrucksstarker Sprache. Dazu ein prägnant gezeichnetes Personal im Kommissariat, bei dem die deutsch-schwedische Kommissarin Stina Forss eine wichtige Rolle spielt.
„Ich weiß nicht“, sagt Forss. „Eifersucht, Liebe, alles schön und gut. Aber irgendwie…Du hast diesen hinterhältigen Draht im Wald doch gesehen, das Loch im Eis, den verstümmelten Leichnam: Nach meinem Gefühl kann das, was wir bis jetzt wissen, noch nicht alles sein. Da ist mehr, irgendwie mehr. Ein Mehr an Planung, an Perfidie, an Voraussicht und Sadismus. Die Fälle haben eine Mitte, ein Kraftzentrum, wie ein dunkler, kalter Planet, um den sich alles dreht. Ich spüre, dass da etwas ist, aber ich sehe es nicht vor mir.“ Knutsson blickte sie an. „Was?“, fragte sie. „Das hast du schön gesagt, Stina.“
Und es ist wirklich mehr. In dieser verwickelten Geschichte, in der irgendwann auch Flüchtlinge und Rechtsextreme eine Rolle spielen, ist die naheliegende Lösung garantiert die Falsche. Absolut spannend mit einem grandiosen Finale.

Wie gefällt es?

Den Krimi von Voosen/Danielsson kann ich nur wärmstens empfehlen. Ich habe all die Mitarbeiter des Kommissariats ins Herz geschlossen. „Der unerbittliche Gegner“ ist ein klassischer Ermittler-Krimi: es passieren grausame Morde, es werden Spuren verfolgt, es gibt falsche Verdächtigungen und richtige Vermutungen. Ein rundum richtig guter und atmosphärisch dichter Krimi. Ich bin absolut überzeugt und will jetzt die vier bisherigen Krimis des Autorenduos auch noch lesen.

Roman Voosen/ Kerstin Signe Danielsson: Der unerbittliche Gegner, Verlag Kiepenheuer & Witsch: 9,99 EUR, ISBN: 9783462049381

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