ASTROLIBRIUM: Smith Henderson “Montana”

Smith Henderson gelingt mit Montana ein wuchtiges Debüt und ein großer Roman aus einem Guss. Ihm gelingt das Kunststück, in seinen Lesern Sympathie auch für die widersprüchlichsten Figuren seines Romans zu erzeugen. Er macht aus uns die wahren Sozialarbeiter des Lesens und spiegelt dabei die Fassade eines ganzen Landes. Pete Snow und Jeremiah Pearl. Ist es nicht auch Amerika, das nach außen als Weltpolizei und Hüter der demokratischen Moral in Erscheinung tritt und im Inneren die Suche nach den verlorenen Kindern längst aufgegeben hat?

Der literarische Kunstgriff Smith Hendersons, in einem parallelen Erzählstrang die Perspektive der ausgerissenen Tochter zu präsentieren ist so brillant konstruiert, dass man in jeder Zeile das Wort ausgerissen neu und intensiver versteht. Nichts bleibt hier am Stück, kein Mosaiksteinchen der Persönlichkeit seiner Protagonisten bleibt an seiner Stelle. Und mit jeder Seite entsteht so ein neues Bild. Scharf, gewagt, konturiert und von absolut brutaler Ehrlichkeit geprägt.

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