ASTROLIBRIUM: “Schreiben Sie mir, oder ich sterbe”

Keiner der Liebesbriefe ist ohne emotionale Relevanz. Keiner passt in die üblichen Schablonen oder Klischees. Nichts ist belanglos und jede einzelne Geschichte regt an, ihr weiter auf die Spur zu gehen. So sucht man noch während des Hörens in den Tiefen des Internets nach einem Gemälde einer gewissen Manon Balletti. Ihre zaghaften und hoffnungsvollen Zeilen an Giacomo Casanova zeugen von der inneren Zerrissenheit, die von der jungen Frau Besitz ergreift, als sie sich in Casanova verliebt und alles in die Waagschale wirft, um ihn zu erobern.

„Im Traum schon sage ich Ihnen, dass ich sie liebe!“ Keine Zeilen für die Ewigkeit, wie wir heute wissen und doch der lebendige Beweis für die Zeitlosigkeit dieser Briefe. Denn, wenn auch die Liebe nicht überdauert, diese Briefe bauen Brücken über die Zeit und haben im ein oder anderen Fall den angehimmelten Adressaten erst Jahrzehnte zu spät so richtig erreicht. Liebesbriefe überleben manchmal das wahre Leben. Friederike Kempter leiht Manon Balletti ihre unvergleichliche Stimme. Wer sich nicht in den Brief verliebt, der verliebt sich in diese Stimme. Unsterblich sogar.

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