ASTROLIBRIUM: Oliver Hilmes “Berlin 1936”

Oliver Hilmes rekonstruiert in „Berlin 1936 – Sechzehn Tage im August“ nicht nur die Olympischen Spiele selbst. Er stellt Sichtweisen gegeneinander, die konträrer nicht sein könnten. Er begleitet uns auf dem Weg des Erkennens der Diktatur durch den US- Schriftsteller Thomas Wolfe, führt uns mit Helene Mayer zur Silbermedaille im Fechten und öffnet uns dann die Augen, dass die deutsche Halbjüdin erst auf starken Druck der Organisatoren der Spiele als einzige und damit als Alibi-Jüdin den Kader des Dritten Reichs vervollständigte. Die Machthaber spielten grandios auf ihrer Klaviatur der Lügen.

Man muss Hilmes lesen, wenn man verstehen will, welchen Stellenwert die Spiele in Berlin für die Etablierung des Deutschen Reiches hatten. Sie verschafften Adolf Hitler die Anerkennung in der Welt, die er sich erhoffte. Und sie verschafften ihm die Zeit, den zweiten Weltenbrand in aller Ruhe vorzubereiten. Die Weltgemeinschaft ließ sich an der Nase herumführen und spätestens der Blick nach Dresden zeigt, wie leicht doch alles zu durchschauen gewesen wäre. Hier schrieb der verfolgte Professor Victor Klemperer in sein Tagebuch:

Die Olympiade geht nächsten Sonntag zu Ende, der Parteitag der NSDAP kündigt sich an, eine Explosion steht vor der Tür, und es ist natürlich, dass man sich zuerst gegen die Juden abreagieren wird.

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