ASTROLIBRIUM: Jane Gardam „Letzte Freunde“ – Das Trilogie-Finale

Jane Gardams Trilogie findet mit „Letzte Freunde“ einen würdigen Abschluss. Es ist ein Finale, das so nicht erwartet werden konnte und deutlich aufzeigt, wie wichtig die Menschen sind, die eine Lebensgeschichte nur tangieren. Die Peripherie gerät plötzlich ins Rampenlicht und durch diesen Kunstgriff der Blickwinkelerweiterung realisiert man die Tiefe der Spuren, die Edward, Betty und Terry im Leben ihrer Freunde hinterlassen haben. Man erinnert sich nur an das Gute. Man verdrängt Peinlichkeiten und Abwege. Man bereinigt das Leben an seinem Ende um den Faktor „Unzulänglichkeit“.

Ich bereinige am Ende der Trilogie die moralischen Sichtweisen von richtig oder falsch, die immer wieder für die Lebensweisen von  Menschen hergenommen werden, die sich in ihrem Leben einfach nur darauf fokussieren wollten, sich selbst treu zu sein. Man soll nicht über Tote lästern. Diesem Anspruch werden „Letzte Freunde“ gerecht. Anstatt zu verurteilen hinterfragen sie sich, sehen mit welchen Konventionen Edward, Terry und Betty gebrochen haben und vielleicht gelingt es auch ihnen, neue Wege zu finden.

Es ist nie zu spät.

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