ASTROLIBRIUM: Irène Némirovsky “Der Ball”

Wenn Schreiben jemals autobiografisch war, dann hier. Wenn man jemals aus der Fiktionalität einer Geschichte und ihrer Romanfiguren auf das reale Leben der Autorin schließen konnte, die sie verfasste, dann hier. Kaum eine Schriftstellerin hat sich wohl jemals weniger in ihrem Erzählraum versteckt, als die Schöpferin dieses Romans und niemand hat insgeheim so viel Wert darauf gelegt, vom Leser entdeckt zu werden. Im direkten Dialog zwischen Biografie und Roman entsteht in diesem Fall ein gestochen scharfes Bild einer Frau, die bis heute unvergessen ist.

Iréne Némirovsky

Dies ist nun bereits mein dritter Artikel über die große Autorin, die Frankreich so sehr liebte, aber in der Mühle der Geschichte als jüdische Autorin zermalmt wurde. Ihr geliebtes Frankreich konnte der gebürtigen Ukrainerin keinen Schutz bieten, als es für sie um ihr Leben ging. Ganz im Gegenteil sogar. Willfährig machten sich Franzosen zu Handlangern des Nazi-Regimes und letztlich wurde sie am 13. Juli 1942 verhaftet und nach Auschwitz-Birkenau deportiert, wo sie nur wenige Monate später im Krankenbau des Todeslagers verstarb.

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