ASTROLIBRIUM: Giorgio Faletti “Die kleine Feder”

Giorgio Faletti lässt die Feder über die Abgründe des Menschlichen schweben. Er greift nicht ein, beobachtet weise und zurückhaltend und überlässt die Egoisten und die Empathielosen ihrem Schicksal. Als er sich am Ende der Reise selbst begegnet, ahnen wir, was geschehen könnte. Doch in einer meisterlichen Wendung lässt sich auch „Der Mann des weißen Blattes“ von der wahren Bedeutung der Feder überraschen. Dieses Ende lässt keine Zweifel daran aufkommen, was Giorgio in seiner Geschichte suchte.

Die kleine Feder hat mich in Erstaunen versetzt, ich höre Branduardis Ballade nun mit anderen Ohren, sehe Federn mit anderen Augen und habe etwas zurückgewonnen, was mir manchmal viel zu leicht abhanden kommt. Eine maßvolle Schwerelosigkeit mit einer sehr literarischen Portion Bodenhaftung…

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