ASTROLIBRIUM: Delphine de Vigan “Nach einer wahren Geschichte”

“Nach einer wahren Geschichte” ist ein unglaublich intensiver Roman, der auch unter Berücksichtigung der Vorgeschichte als autobiografische Spiegelung der Realität daherkommt. Und doch muss man Delphine den Freiraum des Fiktionalen einräumen. L. zu erkennen, ihrer eigenen Identität auf die Spur zu kommen, das ist die Challenge, der sich alle Leser dieses Buches stellen müssen. Investigatives Lesen geht hier mit dem hohen literarischen Unterhaltungswert eines Buches mit Déjà-vu-Erlebnissen Hand in Hand.

Man begegnet nicht nur Delphine de Vigan. Sie bricht eine literarische Lanze für ihre Kollegen und vermittelt ungeschönt die Verletzlichkeit einer Autorenseele. Letztlich ist dieses Buch eine Liebeserklärung an das geschriebene Wort, weil es den Prozess der Wortfindung vor dem Hintergrund der Öffentlichkeit beschreibt, die auf jede Schwäche eines Schriftstellers lauert. In psychologischer Hinsicht ist es eine Geschichte über den drohenden Kontrollverlust und das Verschwimmen der Grenzen zwischen Identität und Selbsterkenntnis. Eine gewagte und gelungene Konstruktion, die sich tief im Gedächtnis des Lesers verankern wird.

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