Liv: Wulf Dorn “Die Kinder”

Das Buch beginnt mitten in der Geschichte, was mir sehr gut gefallen hat. Der Anfang ist fesselnd und es wird viel Spannung aufgebaut. Daraufhin erfährt man aus der Sicht der Überlebenden, was passiert und wie sie in diese Situation gekommen ist. Ein Psychiater soll daraus ein Gutachten erstellen und den mysteriösen Fall aufklären, wie die Einwohner eines ganzen Dorfes innerhalb einer Nacht unauffindbar verschwinden konnten.

Allgemein wurde das Buch gut geschrieben und es gibt mehrere Anhaltspunkte über die Geschichte verteilt, die einen zum Weiterlesen verleiten. Man wird in gewisser Weise über den Mittelteil des Buches hin gefesselt, aber leider nicht mit enormer Spannung, sondern mit mysteriösen Vorfällen und sprunghaften Ortswechseln, welche sich im Laufe des Lesens noch aufklären.

Doch ist das Buch für mich kein Thriller im klassischen Sinne, da der Anfang dafür nicht genug Spannung liefert und das Ende, welches spannend wird, zu kurz ist. Der Nervenkitzel fehlt. Außerdem finde ich die Bezeichnung “Der neue Meister des psychischen Thrillers” nicht passend, da das Erzählte der Überlebenden keine Halluzination ist, die der Leser mit zu entschlüsseln versuchen kann, sondern auf der unrealistischen Wirklichkeit des Buches basiert. Zudem schneidet die Geschichte auch ein großes Problem auf der Welt an, führt es aber nicht weiter aus oder zeigt, wie man helfen kann.

Zusammenfassend kann ich dieses Buch denjenigen empfehlen, die gerne spannende Bücher lesen, welche aber nicht zu realistisch sein müssen, sondern eher mysteriös bleiben dürfen.

Wir danken Liv für diese Rezension!

 

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