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Liv: Wulf Dorn “Die Kinder”

Das Buch beginnt mitten in der Geschichte, was mir sehr gut gefallen hat. Der Anfang ist fesselnd und es wird viel Spannung aufgebaut. Daraufhin erfährt man aus der Sicht der Überlebenden, was passiert und wie sie in diese Situation gekommen ist. Ein Psychiater soll daraus ein Gutachten erstellen und den mysteriösen Fall aufklären, wie die Einwohner eines ganzen Dorfes innerhalb einer Nacht unauffindbar verschwinden konnten.

Allgemein wurde das Buch gut geschrieben und es gibt mehrere Anhaltspunkte über die Geschichte verteilt, die einen zum Weiterlesen verleiten. Man wird in gewisser Weise über den Mittelteil des Buches hin gefesselt, aber leider nicht mit enormer Spannung, sondern mit mysteriösen Vorfällen und sprunghaften Ortswechseln, welche sich im Laufe des Lesens noch aufklären.

Doch ist das Buch für mich kein Thriller im klassischen Sinne, da der Anfang dafür nicht genug Spannung liefert und das Ende, welches spannend wird, zu kurz ist. Der Nervenkitzel fehlt. Außerdem finde ich die Bezeichnung “Der neue Meister des psychischen Thrillers” nicht passend, da das Erzählte der Überlebenden keine Halluzination ist, die der Leser mit zu entschlüsseln versuchen kann, sondern auf der unrealistischen Wirklichkeit des Buches basiert. Zudem schneidet die Geschichte auch ein großes Problem auf der Welt an, führt es aber nicht weiter aus oder zeigt, wie man helfen kann.

Zusammenfassend kann ich dieses Buch denjenigen empfehlen, die gerne spannende Bücher lesen, welche aber nicht zu realistisch sein müssen, sondern eher mysteriös bleiben dürfen.

Wir danken Liv für diese Rezension!

 

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Liv empfiehlt: Vicki Grant “36 Fragen an dich”

Das Buch “36 Fragen an dich” beginnt ohne Vorkenntnisse über die Charaktere, welche sich durch ein Experiment kennenlernen. Man wird sozusagen in die Geschichte hineingeworfen. Zudem erfährt man größtenteils nur durch die Beantwortung der Fragen des Experiments mehr über das Leben, den Charakter und die Vergangenheit der beiden Protagonisten. Diese Beantwortung spannt sich über das gesamte Buch und lässt den Leser somit immer weiter grübeln, welche Frage als nächstes gestellt wird und was die Hauptfiguren darauf antworten.

Das Buch fesselt durch den charmant witzigen Schreibstil und die unterschiedlichen Charaktere der Figuren. Aber auch die Nebenfiguren, wie zum Beispiel der beste Freund oder der Bruder lassen einen oft lachen oder schmunzeln. Es mag vielleicht nicht besonders viel Spannung beinhalten, trotzdem kann man es nicht mehr aus den Händen legen.

Die Geschichte verzaubert, obwohl sie in einem ganz normalen Alltag spielt. Auch dass es eine Liebesgeschichte ist, wird erst am Ende wirklich klar. Das Ende hält allgemein eine Wendung bereit und lässt den Leser erst richtig das gezeigte Verhalten der Protagonisten verstehen und die Bruchstücke, welche er durch die Beantwortungen der Fragen bekommen hat, zusammensetzen.

Insgesamt eine sehr schöne Geschichte, die mit viel Charme und Spaß geschrieben wurde und toll zu lesen ist.

Wir danken Liv für diese Rezension!

 

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Liv rezensiert: Megan Miranda “TICK TACK – Wie lange kannst Du lügen?”

Das Buch beginnt mitten in der Geschichte und man erfährt erst bei weiterem Lesen mehr über die Charaktere. Zudem wird es sehr früh schon spannend, was mich anfangs auch gefesselt hat.
Doch sobald die zwei Wochen rückwärts erzählt wurden, hatte ich meine Probleme auch in dieser Reihenfolge zu denken. Man ist an die normale Erzählreihenfolge so sehr gewöhnt, dass man im ersten Moment umdenken muss. Außerdem fiel ab diesem Zeitpunkt auch größtenteils die Spannung weg, was aus meiner Sicht eher negativ für einen Thriller ist.
Mit der Zeit hat man die Denkweise der Protagonistin nachvollziehen, sowie die Vergangenheit und ihre Geheimnisse kennenlernen können. Trotzdem denke ich, dass das Buch spannender und fesselnder gewesen wäre, wenn man die zwei Wochen chronologisch erzählt hätte.
Das Buch besitzt von Kern her eine gute Geschichte, doch konnte diese für einen Thriller durch die Gliederung nicht gut ausgebaut werden.
Das Ende hat mir sehr gut gefallen, da sich alle eigens gemachten Gedanken über den potentiellen Täter ändern, trotzdem wird es nicht nochmal spannend.

Insgesamt ist das Buch an die Leser weiterzuempfehlen, welche nicht zu spannende Thriller mögen und gerne über die Psyche der Charaktere grübeln.

Wir danken Liv für diese Rezension!

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Besprechung: Jen White “Als wir fast mutig waren”

Das Buch wird aus der Sicht von einer der Schwestern geschrieben und ist somit sehr subjektiv gegenüber allem, was passiert. Trotzdem kann man sich relativ gut in die Situation rein versetzen, vom eigenen Vater irgendwo im nirgendwo ausgesetzt zu werden. Die Erzählerin ist zudem zwar erst 12 Jahre alt, weiß aber schon sehr viel, verhält sich erwachsen und offenbart sehr tiefgründige Gedanken. Die Vergleiche mit den Tieren, die sie vor jeder neuen Entscheidung auf dem Weg nach Hause macht, bringen sie in gewisser Weise wieder in ihr Alter zurück. Außerdem wird erst im Laufe des Buches klar, wie die beiden Schwestern überhaupt in diese Situation gekommen sind. Trotzdem hat mich das Buch nie richtig gefesselt. Vielleicht lag es an dem Schreibstil der Übersetzung oder an den oftmals sehr kurzen Kapiteln.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es ein tiefgründiges Buch ist, aber die wirklichen Emotionen beim Leser nicht richtig ankommen.
Ich würde es eher Jugendlichen ab ca. 12 Jahren empfehlen, da diese an solch einer Geschichte wahrscheinlich mehr Spaß hätten und sich besser in die Erzählerin hineinversetzen können.

 

Wir danken LiV für diese Besprechung!

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