Hörbuchrezension: „Die Richterin” von C.F.Meyer

Hörgenuss vom Allerfeinsten bietet das Audiobook „Die Richterin” von C.F.Meyer aus dem Sinus Verlag. Wer Spaß an historischen Stoffen, kombiniert mit schöner Sprache hat, der kommt hier auf seine Kosten. Die sehr angenehme Erzählstimme von Dörte Lyssewski rundet das Projekt trefflich ab.

Zum Inhalt aus dem Klappentext:

Inzest und Gattenmord in der urtümlichen Berglandschaft Rätiens: Conrad Ferdinand Meyer schrieb ‘Die Richterin’ aus seinem tiefstem persönlichem Erleben als Verteidigung gegen die Gerüchte, die in der Zürcher Gesellschaft um die geschwisterliche Beziehung kursierten. Ein brisantes Thema, dargestellt mit höchster stilistischer Meisterschaft. Im Beiheft zudem eine ausführliche Würdigung der Schwester Betsy Meyer.

Die Frage, inwieweit die eigene Biographie Autoren als Romanvorlage dient, ist so alt wie die Literatur selbst. Hier scheint es zumindest so, als habe sich der Autor durch die Darstellung einer Geschwisterliebe von Vorwürfen freigeschrieben, die ihm seitens der Gesellschaft entgegengebracht wurden, er und seine Schwester Betsy unterhielten eine inzestuöse Beziehung.

Die Zeit Karls des Großen, dessen Hofstaat am Rande immer wieder erwähnt wird, bildet den Zeitrahmen der Geschichte um die kluge Richterin Stemma in Rätien. Ihre Tochter Palma und ihr Sohn Wulfrin sind sich näher zugewandt, als dass sich das mit geschwisterlicher Liebe erklären ließ. Von diesem Konflikt ausgehend erzählt Conrad Ferdinand Meyer stilsicher eine spannende und verwobene Familiengeschichte um Liebe, Schuld, Gut und Böse, die nachhaltig in Erinnerung bleibt.

Link zum Reinhören

Bitte melden Sie sich hier für unseren Newsletter an:

[wysija_form id=”1″]