Besprechung: Jen White “Als wir fast mutig waren”

Das Buch wird aus der Sicht von einer der Schwestern geschrieben und ist somit sehr subjektiv gegenüber allem, was passiert. Trotzdem kann man sich relativ gut in die Situation rein versetzen, vom eigenen Vater irgendwo im nirgendwo ausgesetzt zu werden. Die Erzählerin ist zudem zwar erst 12 Jahre alt, weiß aber schon sehr viel, verhält sich erwachsen und offenbart sehr tiefgründige Gedanken. Die Vergleiche mit den Tieren, die sie vor jeder neuen Entscheidung auf dem Weg nach Hause macht, bringen sie in gewisser Weise wieder in ihr Alter zurück. Außerdem wird erst im Laufe des Buches klar, wie die beiden Schwestern überhaupt in diese Situation gekommen sind. Trotzdem hat mich das Buch nie richtig gefesselt. Vielleicht lag es an dem Schreibstil der Übersetzung oder an den oftmals sehr kurzen Kapiteln.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es ein tiefgründiges Buch ist, aber die wirklichen Emotionen beim Leser nicht richtig ankommen.
Ich würde es eher Jugendlichen ab ca. 12 Jahren empfehlen, da diese an solch einer Geschichte wahrscheinlich mehr Spaß hätten und sich besser in die Erzählerin hineinversetzen können.

 

Wir danken LiV für diese Besprechung!

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