Author Archive: BuchhaendlerGG

LeseEule: Nina Mackay “Aschenputtel und die Erbsen-Phobie”

Im zweiten Teil der Hipster-Prinzessinnen-Reihe müssen Red, Cinder, Snow, Rapunzel, Rose und ihre Freunde aus dem Märchenwald eben diesen vor der jähzornigen Prinzessin Jasemin aus dem Morgenland beschützen. 

Die Abenteuer des ersten Teils der Reihe ,,Rotkäppchen und der Hipster-Wolf” haben ihre Spuren hinterlassen. Die Prinzessinnen haben mehr Feinde denn je und dies macht die Sache nicht einfacher. Und dazu kommt noch das eine oder andere Gefühlschaos.

 Mir hat das Buch beim Lesen sehr viel Spaß gemacht. Die Autorin greift auf Klischees der heutigen Zeit zurück und das macht ihre Charaktere sehr lebendig.

Allerdings sollte man die Bücher der Reihe nach lesen, da man sonst den roten Faden verliert, weil die Figuren im zweiten Teil nicht nochmal vorgestellt werden.

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hr-iNFO Büchercheck: Leila Slimani „Dann schlaf auch du“

Leila Slimani wird als shooting Star der französischen Literaturszene gefeiert. Ihr Roman „Dann schlaf auch du“ führt uns nach Paris, zu einem gut situierten Paar. Nach dem zweiten Kind will Myriam wieder arbeiten gehen – also sucht sie zusammen mit ihrem Mann Paul nach einer Nanny. Sie finden die perfekte Lösung: Louise macht sich schnell unentbehrlich.
hr-iNFO Büchercheckerin Karin Trappe hat den Krimi gelesen.

Worum geht es?
Schon in den ersten Sätzen ist klar, wie die Geschichte endet: die beiden Kinder Adam und Mila werden sterben, und Louise ist ihre Mörderin. Die Nanny hat versucht, sich nach der Tat das Leben zu nehmen, hat allerdings überlebt. Der Rest ist Rückblick: Myriam und Paul leben glücklich zusammen, doch Myriam fühlt sich nach der Geburt des zweiten Kindes immer mehr eingeengt und will wieder arbeiten. Sie stellen Louise ein, die so liebevoll mit den Kindern umgeht, und dazu noch aufräumt, putzt und kocht. Nach kurzer Zeit geht nichts mehr ohne Louise, Myriam und Paul konzentrieren sich auf ihre Karrieren und genießen das Leben. Die kleinen Zeichen, die darauf hindeuten, dass mit Louise nicht alles in Ordnung ist, werden ignoriert. Weil ein Leben ohne Louise das gesamte Lebenskonstrukt zum Einstürzen bringen würde.

Wie ist es geschrieben?
Leila Slimani hat für das Buch „Dann schlaf auch du“ im vergangenen Jahr den wichtigsten französischen Literaturpreis erhalten – sie schreibt beiläufig, fast banal, und deckt dabei doch meisterhaft die Tiefen und Untiefen der Charaktere auf: da sind Myriam und Paul, die sicherlich ihre Kinder lieben, aber auch ihre beruflichen Erfolge schätzen. Die immer freundlich und fast freundschaftlich zu Louise sind, aber sich kein bisschen für sie und ihr Leben interessieren. Und da ist Louise selbst, ihre Ehe gescheitert, ihr eigenes Kind abgehauen – sie ist abhängig von ihrer Arbeit in einer fremden Familie und setzt alle ihre Energie daran, perfekt zu sein. Und Mila und Adam, die Kinder, lieben sie, trotz ihrer Strenge: „Sie bringt ihre Lippen dicht an Milas Ohr und sagt mit ruhiger, eisiger Stimme: „Lauf nie wieder weg, hörst du. Willst du, dass dich jemand klaut? Ein böser Mann? Das ist es, was nächstes Mal passieren wird. Dann kannst du schreien und weinen, so viel du willst, niemand wird kommen.“ Louise will das Kind gerade wieder absetzen, da spürt sie einen heftigen Schmerz in der Schulter. Sie schreit und versucht das Kind wegzustoßen, dessen Zähne sich tief in ihr Fleisch graben. Mila beißt sie bis aufs Blut und klammert sich dabei an Louises Arm wie ein verrückt gewordenes Tier.“

Wie gefällt es?
Es ist ein Sog, in den mich dieses Buch gezogen hat, ein Sog in die Katastrophe, von der ich ja wusste, dass sie passieren wird, es aber eigentlich nicht glauben wollte. Louise ist so perfekt, zuverlässig, talentiert in vielen Dingen. Aber die Demütigungen in ihrem Leben kann sie ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr überspielen. „Dann schlaf auch du“ von Leila Slimani ist nicht nur ein packender Psycho-Thriller, sondern ein Gesellschaftsroman über die vor allem in Frankreich typischen Familienverhältnisse von arbeitenden Eltern und den oft mehr oder weniger unsichtbaren Nannys.

Leila Slimani: „Dann schlaf auch du“, Luchterhand-Verlag, 20 EUR, ISBN: 9783630875545

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hr-iNFO Büchercheck: Tristan Garcia „Faber. Der Zerstörer“

Tristan Garcia hat sich mit einer Philosophie des intensiven Lebens zu einer Stimme Frankreichs gemacht. Doch Garcia schreibt wie andere Lebensphilosophen, Camus oder Sartre etwa, auch Romane. Und tatsächlich kann man seinen Roman „Faber. Der Zerstörer“ aus der Perspektive seiner Philosophie lesen.
hr-iNFO Bücherchecker Frank Statzner hat den Roman gelesen.

Worum geht es?
Basile, Madeleine und Faber lernen sich in den 80ern kennen, als sie in die Grundschule gehen. Basile und Madeleine stammen aus dem Kleinbürgertum einer Provinzstadt. Fabers familiäre Wurzeln sind in Nordafrika. Er wächst bei Pflegeeltern auf, ebenfalls kleine Leute, die alles für ihn geben. Faber wird zu einer Art großer Bruder und Schutzengel für die beiden anderen. Angstfrei, stark, gewitzt und extrem schnell im Denken, wird er zur Respektsperson unter den Schülern und schließlich zum Idol der Schule. Jegliche Kühnheit der Jugend scheint in ihm personifiziert. Fast schon dämonisch wirkt er. Aber das Trio entzweit sich. Faber taucht ab. Madeleine und Basile bleiben verletzt und ratlos zurück. Sie entwickeln sich zu den Durchschnittstypen, die ihre Eltern schon sind. Basile formuliert es so:
„Ich begriff, dass ich ein Provinzler war und es wahrscheinlich bleiben würde. Was bedeutete, dass ich nur halb geboren und teilweise schon gestorben war. Ich fühlte mich halbseitig taub, wie gelähmt. Dieses mit Nicht-Leben vermischte Leben war meine Bestimmung. Und eigentlich war mir das nicht unangenehm. Dann blickte ich zu Faber hinüber. Ich wusste, dass er sich niemals mit derart platten, enttäuschenden und friedlichen Wahrheiten abfinden würde.“
Nach vielen Jahren wollen sich Madeleine und Basile an Faber rächen. Sie holen ihn zurück. Er ist nur noch ein Schatten seiner selbst, ein kaputter und verwahrloster Typ. Aber er hat immer noch Macht über sie. Vergangenheit und Gegenwart, die Zukunftshoffnungen und Träume der Jugendlichen und die desillusionierende Wirklichkeit der Erwachsenen prallen aufeinander. Eine mörderische Gemengelage.

Wie ist es geschrieben?
Man kann diesen Roman wie einen Thriller lesen. Viele Rätsel tauchen auf, Kapitel für Kapitel neue Spuren, richtige und falsche Fährten. Spannend und raffiniert. Erzählt wird aus der Perspektive der drei Figuren und auf zwei Zeitebenen, der Gegenwart und der Vergangenheit. Auch die verschiedenen Blicke auf dieselbe Geschichte erhöhen die Spannung. Zum Schluss taucht dann überraschend noch ein vierter Erzähler auf, der die Geschichte auf den Kopf stellt.

Wie gefällt es?
Ich finde, dieses Buch ist ein Knaller. Von Anfang bis Ende hat mich die Geschichte gefesselt. Sie ist spannend und tief schürfend zugleich. Sie hat mich förmlich hinein gesogen in den provinziellen Schauplatz mit seiner erstarrten Gesellschaft, in das Denken und Empfinden der Protagonisten, in die Aufbruchstimmung und den Idealismus ihrer Jugend, aber auch in ihre Verirrung, Überreizung und schließlich Erschlaffung. Einfach furios.
Tristan Garcia: „Faber. Der Zerstörer“, Wagenbach Verlag, 24 EUR, ISBN: 9783803132888

 

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Rezension: Melissa Forti “Dolci, Tartes und zauberhafte Kuchen backen”

Ich muss zugeben, ich habe ein Faible für Koch- und Backbücher und Italien … und für schöne Gestaltung sowieso, deshalb war es quasi ein „Muss” dieses Buch in den Händen zu halten.

Ich hatte Melissa Forti nicht wie viele andere bei Kitchen Impossible mit Tim Mälzer gesehen und war deshalb ganz unvoreingenommen.

Die Rezepte und Zutaten sind leicht verständlich in Gramm und alternativ in Tassen angegeben, die Bandbreite der Rezepte geht von Italienisch über International und Melissas Privatsammlung.

Es sind wunderbare Rezepte dabei und es sind nicht nur ein, zwei, die man Nachbacken möchte, sondern viele Kuchen, die es auf den heimischen Tisch schaffen werden.

Zugegeben, mit 32 Euro nicht ganz günstig, aber die Verarbeitung und die wunderbaren Fotos machen es zu einem wahren Schätzchen und es ist ja bald Weihnachten …

 

Wir danken Kerstin Weber für diese Besprechung!

 

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hr-iNFO Büchercheck: Christian von Ditfurth „Giftflut“

Christian von Ditfurth schildert in „Giftflut“ einen Terroranschlag unbeschreiblichen Ausmaßes: innerhalb weniger Tage werden große Brücken in Berlin, Paris und London in die Luft gesprengt. Hunderte von Toten. Und es hört nicht auf: Anschlag folgt auf Anschlag. Es gibt keinerlei Hinweise auf die Täter.
hr-iNFO Büchercheckerin Karin Trappe hat den Krimi gelesen.

Worum geht es?
In Berlin ist Hauptkommissar Eugen de Bodt für die Ermittlungen zuständig – eigensinnig und vor allem nicht bereit, sich in die bürokratischen Hierarchien einzufügen. Und damit immer kurz vor dem Rausschmiss, hätte er in der Vergangenheit nicht spektakuläre Erfolge gefeiert. Doch mit diesen Terroranschlägen wirkt auch de Bodt überfordert: keine Spuren, keine Indizien, keine Hinweise. Ausschließlich das Thema Wasser verbindet alle Verbrechen, wurden in den drei europäischen Hauptstädten doch auch die Chefs der Wasserwerke in ihren Badewannen ertränkt. Was ist das Ziel dieser Attentäter? Werden die Regierungen erpresst? Wollen Staaten, die durch den Klimawandel von Überschwemmung bedroht sind, den westlichen Staaten den Krieg erklären? Derweil geraten die Regierungen in Europa in die Krise, die Börsen stürzen ab, die Rechtsradikalen gewinnen an Zustimmung…
„„Wasser“, sagte de Bodt. „Irgendwas mit Wasser. Sie haben ja auch das Wasser abgestellt. Kurz nur. Wie gesagt, die übliche Kundschaft hätte gleich das Wasserwerk in die Luft gejagt. Oder Plutonium ins Trinkwasser gekippt.“ „Ganz Europa hat Terroristendaueralarm. Und doch sprengt da irgendwer einfach die Brücken weg“, sagte Salinger. „Wir kommen so nicht weiter“, sagte de Bodt leise.“

Wie ist es geschrieben?
263 Kapitel plus Epilog plus Prolog – „Giftflut“ von Christian von Ditfurth ist ein atemloser Krimi, kurz und prägnant, geschrieben aus verschiedenen Perspektiven: neben dem Berliner Team um Kommissar de Bodt sind da noch die Killer, die die Verbrechen ausführen, aber ihre Auftraggeber nicht kennen und auch nicht wissen, was hinter dem Ganzen steckt. Und ein Hamburger Tourist fern der Heimat, der eigentlich nur ins Internet will und sich zufällig in das Netzwerk der Killer hackt. Er wird entdeckt, soll getötet werden, aber erwischt wird dessen Freundin. Ab dann sinnt er nur noch auf Rache und mischt mit in dieser ganz großen Verschwörung, naiv, aber skrupellos.

Wie gefällt es?
Hunderte Tote, Terror in Europa, ein Kontinent im Ausnahmezustand – Christian von Ditfurth hat mit „Giftflut“ einen klug konstruierten Thriller geschrieben. Die realistische Perspektive hat mir besonders gefallen, die Kanzlerin mit dem direkten Draht zu Kommissar de Bodt, die Engländer, die sich wegen des Brexits aus einer gemeinsamen Ermittlung heraushalten. BKA und Verfassungsschutz, die nur darauf bedacht sind, ja keinen Fehler zu begehen. Nachzufühlen ist die Verzweiflung des Berliner Kripo-Teams, mit jedem Ermittlungserfolg vor einer neuen großen Frage zu stehen. Und für alle Hessen unter uns: in Frankfurt wird der Fall geklärt.

Christian von Ditfurth: „Giftflut“, Verlag carl’s books, 15 EUR, ISBN: 978-3570585658

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hr-iNFO Büchercheck: Arundhati Roy „Das Ministerium des äußersten Glücks“

Mit Ihrem Debüt-Roman „Der Gott der kleinen Dinge“ landete Arundhati Roy 1997 einen weltweiten Bestseller. Danach engagierte sich die Schriftstellerin vor allem politisch und ökologisch. Jetzt, 20 Jahre später ist, lang erwartet, ihr zweiter Roman erschienen. „Das Ministerium des äußerten Glücks“ heißt er.
hr-iNFO Bücherchecker Alf Mentzer hat den Roman gelesen.

Worum geht es?
Arundhati Roy erzählt die Geschichte des modernen Indiens als Geschichte einer vollkommen zerrissenen Gesellschaft, und er erzählt diese Geschichte von den Rändern dieser Gesellschaft her. Da ist einmal die transsexuelle Anjum, die als Junge geboren, sich mit 16 geschlechtsumwandeln lässt , zu Dehlis berühmtester Hijra wird, bevor sie mit 46 auf einen Friedhof zieht und dort eine immer größere und immer lebendigere Kommune um sich versammelt. Und dann ist da Tilo, eine Architektin, die durch die Liebe zu einem muslimischen Widerstandskämpfer in den immer wieder aufbrechenden Kaschmirkonflikt hineingezogen wird. Beide Frauen sind Grenzgängerinnen, die sich schmerzensreich, aber letztendlich doch souverän über all das hinwegsetzen, was Indien heute entzweit.

Wie ist es geschrieben?
Arundhati Roy erzählt von grauenvollen Ereignissen, von Folter, von Pogromen, von Umweltkatastrophen, aber sie erzählt das in einem merkwürdig abgeklärten, teilweise sarkastischen Stil: „Der Tod war überall, der Tod war alles. Karriere. Begehren. Traum. Poesie. Liebe. Jugend. Sterben wurde zu einer neuen Lebensweise. Friedhöfe wurden in Parks und auf Wiesen angelegt, neben Flüssen und Bächen, auf Feldern und in bewaldeten Tälern. Grabsteine wuchsen aus der Erde, wie kleinen Kindern Zähne wachsen.“
Hier spricht die politische Aktivistin, hier spricht aber auch die Beobachterin der indischen Geschichte, die ein Stück weit resigniert hat, angesichts der endlosen Konflikte und der absurden Unfähigkeit einer korrupten politischen Klasse. Der Politik traut Arundhati Roy offenbar nichts zu; auf große Lösungen hofft sie nicht; Hoffnung gibt es nur auf der Ebene der einzelnen Menschen, die sich irgendwie durchschlagen müssen und von deren verzweifeltem Mut und bitterem Humor sie erzählt. Mitunter zerfasert dabei die Handlung, zersplittert das Geschehen, wird redundant, aber das ist offenbar auch ein bewusst gewähltes Prinzip dieses Romans.

Wie gefällt es?
Es ist nicht alles gelungen in diesem mehr als 500-seitigen Roman. Der Handlungsverlauf ist nicht immer zwingend; mitunter bewegt er sich fast gar nicht von der Stelle. Figuren, die man liebgewonnen hat, verschwinden und tauchen erst hunderte Seiten später wieder auf, ohne dass wirklich klar ist, warum. Dieser Roman ist teilweise genauso zerrrissen, wie die Gesellschaft, die er beschreibt – und trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen hat er mich gepackt. Arundhati Roy macht sich, und macht uns keine Illusionen. Sie erzählt die Geschichte Indiens mit all den Grausamkeiten und Absurditäten, die dazu gehören, aber auch mit einer gehörigen Portion Sympathie für die Menschen, die darunter zu leiden haben. Es ist diese Spannung, die den Roman äußerst lesenswert macht.

Arundhati Roy: „Das Ministerium des äußersten Glücks“, S. Fischer, 24 EUR, ISBN: ISBN: 978-3-10-002534-0

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LeseEule: John Boyne “Der Junge auf dem Berg”

Pierrot ist grade mal sieben Jahre alt, als seine Mutter stirbt und er zu seiner Tante zieht. Diese arbeitet als Hauswirtschafterin auf dem Berghof- dem Domizil des Führers.  Schnell nimmt sich Hitler seiner an und aus Pierrot, dem kleinen französischen Waisenjungen wird Peter, ein stolzer Unterstützer des deutschen Führers. Die Geschichte von John Boyne erzählt von Pierrots Leben auf dem Obersalzberg und der Veränderung seiner Persönlichkeit durch den Einfluss Adolf Hitlers’.

 Der Roman hat mich sehr beeindruckt. John Boyne beschreibt sehr detailliert das Leben zur Zeit des Nationalsozialismus aus der Sicht eines zunächst unschuldigen Jungen, der durch den Kontakt zur Macht auf den falschen Weg gerät. 

Das Buch ist für jeden geeignet, der sich für Geschichten über die Zeit des zweiten Weltkriegs interessiert und keine Scheu davor hat, auch mal die Sicht der ,,anderen Seite” kennen zu lernen. Nach ,,Der Junge im gestreiften Pyjama” ist ,,Der Junge auf dem Berg” ein berührender Roman, der den Leser bis zur letzten Seite fesselt.

Wir danken LeseEule für diese Rezension!

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Besprechung: Jen White “Als wir fast mutig waren”

Das Buch wird aus der Sicht von einer der Schwestern geschrieben und ist somit sehr subjektiv gegenüber allem, was passiert. Trotzdem kann man sich relativ gut in die Situation rein versetzen, vom eigenen Vater irgendwo im nirgendwo ausgesetzt zu werden. Die Erzählerin ist zudem zwar erst 12 Jahre alt, weiß aber schon sehr viel, verhält sich erwachsen und offenbart sehr tiefgründige Gedanken. Die Vergleiche mit den Tieren, die sie vor jeder neuen Entscheidung auf dem Weg nach Hause macht, bringen sie in gewisser Weise wieder in ihr Alter zurück. Außerdem wird erst im Laufe des Buches klar, wie die beiden Schwestern überhaupt in diese Situation gekommen sind. Trotzdem hat mich das Buch nie richtig gefesselt. Vielleicht lag es an dem Schreibstil der Übersetzung oder an den oftmals sehr kurzen Kapiteln.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es ein tiefgründiges Buch ist, aber die wirklichen Emotionen beim Leser nicht richtig ankommen.
Ich würde es eher Jugendlichen ab ca. 12 Jahren empfehlen, da diese an solch einer Geschichte wahrscheinlich mehr Spaß hätten und sich besser in die Erzählerin hineinversetzen können.

 

Wir danken LiV für diese Besprechung!

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Besprechung: Victoria Aveyard “Goldener Käfig” (Die Farben des Blutes 3)

Als großer Fan der Buchreihe „Die Farben des Blutes“ hatte ich schon sehnsüchtig auf den dritten Band gewartet. Als Leser bekommt man einen guten Überblick über die verschiedenen politischen Gruppierungen und ihre Ziele. Der Einstieg in das Buch ist mir, dank des flüssigen Schreibstils, sehr leicht gefallen. Außerdem erhält der Leser unglaublich viele Informationen über die Ziele der Garde, des Königs und der mächtigen Häuser. Die Geschichte wird aus Sicht von Mare, Cameron und Evangelina erzählt, wodurch man einen guten Rundumblick erhält. Viele lose Enden laufen in diesem Band zusammen und es wird ein tiefer Einblick in die Intrigen und Machtkämpfe der verschiedenen Parteien vermittelt. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt über den vierten Band, und hoffe, dass Victoria Aveyard mich genauso vom vierten Band überzeugen wie mit diesem dritten!

Wir danken HelinaD für diese Besprechung!

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LeseEule: J.R.R. Tolkien “Der kleine Hobbit”

Der gemütliche Bilbo Beutlin hätte eigentlich niemals auch nur im Traum daran gedacht, sich auf ein spannendes Abenteuer einzulassen. Viel lieber verbringt er die Zeit in seiner kleinen Hobbit-Höhle mit ausgedehnten Mahlzeiten oder anderen, gemütlichen Dingen. Bis eines Tages 13 Zwerge und ein Zauberer vor seiner Haustür stehen und ihn bitten, sie auf ihrem Abenteuer zu begleiten. Sie wollen den bösen Drachen Smaug besiegen und dessen gestohlenen Schatz, zurückerobern. Dazu müssen sie aber einen weiten und gefährlichen Weg zurücklegen und das ein oder anderen unvorhergesehene Hindernis überwinden.

Der Roman von J. R. R. Tolkien hat mir sehr viel Spaß gemacht. Wer gerne Fantasy-Geschichten liest, ist hier genau richtig. Die Geschichte bietet alles, was meiner Meinung nach zu einem Klassiker dazugehört: eine eingängige Handlung und tolle Hauptfiguren, die der Geschichte Leben einhauchen.

Wir danken LeseEule für diese Rezension!

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